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Billig kostet extra.
Warum Billig-Zahntarife nicht wirklich ein Ersatz für Zahn-Zusatzversicherungen mit hoher Kostenerstattung sind.

Die Wahl der richtigen Zusatz-Zahnversicherung ist nicht immer einfach. Auf den ersten Blick erscheinen Versicherungsangebote günstig. Doch sind diese oftmals nur Augenwischerei. Meist wird bei den "billigen" Zahntarifen getrickst, was das Zeug hält.

Bestes Beispiel dafür, warum günstige Tarife am Ende ganz schön teuer kommen können, ist die breit angelegte Werbekampagne einer ehemaligen Warenhaus-Versicherung. Sie wirbt mit der Aussage "Erstattung bis zu 100 % der Gesamtrechnung schon ab 7,90 €.

Das klingt gut. Doch die Tücke steckt im Detail des Zahntarifes: Die Versicherung verdoppelt nur den Kassenzuschuss, der in der Regel 50 % beträgt. Und das ist bei weitem nicht genug, um teure Zahnarzt-Rechnungen, etwa für Zahnersatz, Inlays und hochwertige Füllungen zu bezahlen. Der Versicherte wiegt sich in Sicherheit, die böse Überraschung kommt mit der privatärztlichen Rechnung, die von der Versicherung nur sehr eingeschränkt bezahlt wird.

Zahnversicherung Aktuell empfiehlt:

Augen auf beim Abschluss einer zusätzlichen Versicherung für Zahnprophylaxe und Zahnersatz!

Frau mit Rechnung

Der Billigtarif als Exempel: Zahnversicherung Aktuell schildert hier noch einmal ganz ausführlich, warum der günstige Tarif der ehemaligen Kaufhaus-Zusatzversicherung mit einer "Erstattung bis zu 100 % der Gesamtrechnung schon ab 7,90 €" nicht wirklich günstig sein kann.

Der Zusatzzahn-Versicherer weist im genannten Beispiel selbst darauf hin, dass sich die Erstattungsgrundlage der gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnersatz geändert hat. Schon seit dem 1. Januar 2005 zahlen gesetzliche Krankenkassen nämlich nicht mehr einen bestimmten Prozentsatz des Rechnungsbetrages, sondern nur noch einen pauschalen Zuschuss zur Grundversorgung ("befundbezogener Festzuschuss").

Die Zahlung der Festzuschüsse orientiert sich am konkreten Befund. Genau hier zeigt sich aber auch die Schwachstelle der vermeintlich günstigen Zahnversicherung: Denn die Zahnpolice verdoppelt nur den Kassenzuschuss, der meist bei 50 Prozent liegt.

Für den Kunden der Zusatzzahnversicherung (also den Verbraucher) entsteht leicht der irrige Eindruck, er könne so seine Kosten für den Zahnersatz auf Null senken. Der Billigtarif-Versicherer wirbt schließlich mit der prägnanten Aussage: "Verdoppeln Sie bei Zahnersatz den Festzuschuss Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung bis zu 100 % der Gesamtrechnung".

Im Klartext: Der Anteil des in der Billig-Zahnversicherung Versicherten an der Zahnersatz-Rechnung sinkt im besten Fall so, dass er sich der Null annähert. Das hört sich ja auch logisch an, da das Doppelte von 50 % bekanntlich 100 % ist. Es entsteht die - leider - falsche Annahme, dass die Zahnarztrechnung somit auch komplett beglichen wird.

Billigtarif-Zahnversicherungen tricksen mit allen Kniffen:

Die irrige Annahme einer kompletten Kosten-Erstattung wird in einer Werbebeilage durch diverse Berechnungsbeispiele noch verstärkt.

Zahnversicherung Aktuell warnt: Die Realität bei Billigtarifen sieht häufig anders aus. Das nähere Hinsehen lohnt. Denn die Anbieter von extrem günstigen Zahntarifen verschweigen meist in ihrer Werbung die Tatsache, dass in der täglichen Praxis eine reine Regelversorgung von Zahnpatienten gar nicht vorkommt. Die Zahnärzte müssen vielmehr zwingend nach der privatzahnärztlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abrechnen. Dadurch bleibt der Patient beim Zahnersatz aber auf dem größten Teil der Kosten sitzen!

Zahnversicherung Aktuell verdeutlicht an einem Beispiel, wie es um die Leistung des exemplarisch aufgeführten Billigtarifes für Zahnersatz bestellt ist:

Mann Daumen nach unten

Der Billigtarif-Versicherer weist darauf hin, den Kassenzuschusss für Zahn-Implantate zu verdoppeln. Diese Aussage ist nicht falsch, doch bezieht sie sich nur auf den Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse! Und hier offenbart sich: Billig ist nicht gleich günstig und schon gar nicht vorteilhaft für den Zahnversicherten.

Die GKV zahlt nämlich nur einen Festzuschuss für den ganz einfachen Lückenschluss. Die Billigtarif-Versicherung nimmt diesen Festzuschuss nun als Grundlage für die Kosten-Erstattung. Das nachfolgende Beispiel für die Kosten-Erstattung bezieht sich auf eine zahnbegrenzte Lücke mit einem fehlenden Zahn. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einem Versicherten ohne Bonus einen Festzuschuss in Höhe von rund 288,24 €*. Der billige Zahnversicherungstarif verdoppelt den Festzuschuss und zahlt ebenfalls nur 288,24 €* an den Versicherten.

Zahnärzte und Implantologen berechnen für ein einziges Implantat leicht 1.800 Euro und mehr. Die Kosten pro Lückenschluss sind für den Zahnversicherten also erheblich höher. Sie werden durch die niedrige Kosten-Erstattung von GKV und billiger Zahn-Privatversicherung nur zu einem Bruchteil aufgefangen und ersetzt. Zahnersatz bleibt für den Versicherten also - trotz privater Zusatzversicherung - immer noch teuer.

Noch einmal in anderen Worten: Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt nur den einfachen Lückenschluss, nicht das hochwertige Zahnimplantat als Zahnersatz. Selbst bei einer Verdoppelung des Festzuschusses durch die billige Zahn-Zusatzversicherung (im Beispiel auf 576,48 €*) muss der Zahnpatient noch über 1.200,- € Eigenbeteiligung pro Zahnlücke leisten. Das ist eine riesige Summe, die stark anwächst, wenn mehrere Zähne durch Implantate ersetzt werden sollen.

Wie dringend eine erstklassige Zahnversicherung ist, zeigt diese Tatsache: Der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen würde bei mehr als vier fehlenden Zähnen pro Kiefer nur 289,50 Euro betragen, die Eigenleistung des Versicherten ohne Kredit kaum zu bezahlen sein. Ganz wichtig: Die Billigtarif-Zahnversicherungen versichern die zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses fehlenden und noch nicht ersetzten Zähne überhaupt nicht mit, ganz anders als die Top-Tarife.

Ist zusätzlich ein Knochenaufbau für das Zahn-Implantat nötig, so erhöhen die Kosten sich nochmals um ca. 1.500,- €, die der Versicherte aus eigener Tasche leisten muss. Hinzu kommen die unvorteilhaften Summenbegrenzungen, die der Beispiel-Billigtarif für die Zähne in den ersten Jahren vorsieht.

Billigtarif: Beispiel Zahlbetrag
Zahnarzt-Rechnung fürs Zahnimplantat
[geschätzte Höhe]
1.800,00 €
Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse*
[für die zahnbegrenzte Lücke mit einem fehlenden Zahn ohne Bonus]
- 288,24 €
Kosten-Erstattung der Billig-Zahn-Versicherung* - 288,24 €
Eigenleistung des Zahnpatienten unter dem Strich 1.238,56 €
Toptarif: Beispiel Zahlbetrag
Zahnarzt-Rechnung fürs Zahnimplantat
[geschätzte Höhe]
1.800,00 €
Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse*
[für die zahnbegrenzte Lücke mit einem fehlenden Zahn ohne Bonus]
- 288,24 €
Zwischensumme 1.511,76 €
90 % Kosten-Erstattung einer optimalen Zahnversicherung - 1.331,76 €
Eigenleistung des Zahnpatienten unter dem Strich    180,00 €

* Stand: 22.11.2010. Der GKV-Festzuschuss orientiert sich variabel am konkreten zahnärztlichen Befund und dem Bonus-Status des Versicherten. Der gezahlte Festzuschuss kann daher vom Beispielbetrag abweichen.

Billig-Tarif (s. o.)

  • Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse
  • Eigenleistung des Zahnpatienten unter dem Strich
  • Kosten-Erstattung der Billig-Zahn-Versicherung

Top-Tarif (s.o.)

  • Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse
  • Kosten-Erstattung der Top-Zahn-Versicherung
  • Eigenleistung des Zahnpatienten unter dem Strich

** Alle Prozent-Angaben sind nur Annäherungswerte und beziehen sich auf das Beispiel einer Zahnarzt-Rechnung mit einer geschätzten Höhe von 1.800,- € für ein Zahnimplantat

Das Resultat ist eindeutig: Im Beispiel zahlen Privatversicherte mit einem Billigtarif im Vergleich zur Zahnversicherung mit 90 % Kosten-Erstattung fast siebenmal mehr aus eigener Tasche! Deshalb empfiehlt Zahnversicherung Aktuell: Achten Sie auf das Kleingedruckte in den Versicherungsverträgen. Die Billigtarif-Zahnpolicen kosten wenig, leisten dafür aber auch kaum.

Noch einmal empfiehlt Zahnversicherung Aktuell: Achten Sie auf das Kleingedruckte in den Versicherungsverträgen. Die Billigtarif-Zahnpolicen kosten wenig, leisten dafür aber auch kaum.

So beschränkt der Billig-Zahntarif im zitierten Beispiel (ehemalige Warenhaus-Zahnversicherung) die Leistungen ganz deutlich. Sie erhalten:

  • höchstens 250,- € im ersten Versicherungsjahr
  • höchstens 500,- € in den ersten beiden Versicherungsjahren zusammen
  • höchstens 750,- € in den ersten drei Versicherungsjahren zusammen
  • höchstens 1.000,- € in den ersten vier Versicherungsjahren zusammen

Die Summenbegrenzung allein zeigt schon: Hier ist nicht wirklich viel zu holen, wenn es zum Versicherungsfall kommt. Für zahnerhaltende Maßnahmen, also die Prophylaxe (zum Beispiel die professionelle Zahnreinigung), hochwertige Kunststofffüllungen und die privatärztliche Wurzelbehandlung leistet der vermeintlich günstige Zahntarif gar nicht. Diese Leistungen muss man beim Billigtarif-Versicherer noch zusätzlich und separat versichern. Nutzt man diese ergänzenden Tarife, ergibt sich leicht ein Monatsbeitrag von ca. 23,- Euro.

Gemessen an den Leistungen ist dieser Billigtarif für die Zähne gar nicht mehr besonders preiswert, sondern eher teuer. Machen Sie den Preisvergleich mit dem praktischen Online-Tarifrechner von Zahnversicherung Aktuell! Hier können Sie den Beitrag mit anderen Zahntarifen vergleichen, die von "Finanztest" geprüft wurden und zu den Spitzenreitern bei den Leistungen für Zahnersatz zählen.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss einer privaten Zusatz-Zahnversicherung stets auf das optimale Verhältnis von Preis und Leistung, wie es die Tarife im Vergleichsrechner von Zahnversicherung Aktuell berücksichtigen. Billig-Zahnpolicen werben plakativ mit günstigen Preisen, leisten dafür aber auch nur einen sehr geringen Beitrag zur Kostenentlastung des Versicherten.

Eine optimale Zahn-Versicherung sollte dies leisten:

  • Verzicht auf Summenbegrenzungen in den ersten Jahren: In den ersten drei Jahren sollten mindestens 5.000 Euro erstattet werden!
  • Spürbare Kostenentlastung bei Zahnersatz und hohe Erstattung für Implantate, Kronen, Brücken, Inlays: mindestens 80%!
  • Verzicht auf eine Begrenzung der Implantate (z.B. maximal 4 Implantate)!
  • Verzicht auf eine maximale Höchsterstattung bei Implantaten (z.B. maximal 750,- Euro pro Implantat)!
  • Übernahme der Kosten für Knochenaufbau und Funktionsanalyse bei Implantaten!
  • Kostenübernahme für Keramikverblendungen (mindestens bis zum fünften Zahn)!
  • 100% Kostenübernahme für Zahnbehandlungen (z.B. Wurzelbehandlung, Prophylaxe)!
  • 80% Kostenübernahme für Kieferorthopädie (z.B. für Keramik- oder Minibrackets, Zwischendiagnostik, o.Ä.)!
  • Erstattung von Zahnarzthonorar nach GOZ bis zum 3,5-fachen Satz!

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